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Hedda Peyckegestorben am 1. Juni 2023

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Liebe Familie Peycke,
es war Montag, der 6. Januar 2014, später Nachmittag, als wir zum ersten Mal in der Iffland 78 standen und uns „unsere“ Wohnung anschauen wollten. Es war jemand aus dem Maklerbüro dort und eben noch jemand, mit großen Schlüsselbund und kleiner Taschenlampe. Diese Frau leuchtete uns hin und wieder und wir suchten in der angebrochenen Dämmerung das eine oder andere zu erhaschen. Später begegneten wir Frau Peycke, wie wir dann wussten, durchaus häufiger. Noch vor dem Einzug Ende Januar ließ sie uns im Generalston wissen, wie wir uns beim Umzug zu verhalten hätten, am Tag nach unserem Einzug, es war ein Sonntag, klopfte es heftig. Wir rechneten eigentlich noch mit keinem Besuch, aber: Hedda Peycke schnarrte „Brandlast“ und zeigte auf die beiden Blumentöpfe, die wir vor der Wohnung auf die Fußmatte gestellt hatten, um uns im neuen Domizil zwischen all den Kartons ein bisschen besser bewegen zu können. Sie ging nicht, bevor wir die Töpfe weggeräumt hatten.
Dieser Eindruck aus unseren ersten Begegnungen hielt nicht lange vor – wir winkten uns zu, wenn Hedda Peycke in der Küchentür oder auf dem Balkon stand, wir schnackten quer über den Hof und haben dann immer häufiger auch miteinander gelacht.
Heute möchten wir Ihnen, Herr Peycke, den weiteren Angehörigen und allen, die ihr nahestanden, unser Mitfühlen zum Ausdruck bringen – auch mit diesem Bild: Wir werden Sie, Frau Peycke, vermissen. Uns fehlt der Ihnen so eigene Humor, der manchmal auch um die Ecke kommt, uns wird dann letztlich aber auch Ihre alljährliche Tomatenkultur fehlen. Die Töpfe, jetzt so leer, die hätten doch schon Sträucher geziert, die bereits fast so groß wie Sie gewesen wären. Dann im Sommer, Spätsommer die roten Früchte, die im Abenddämmer leuchteten, und uns - wie Sie - fehlen werden. Dann wollen wir an Sie denken. Thomas Felmy und Nina Kemter